Anemone

Ob als zarte Waldpflanze oder als stattliche Staude im Beet: Anemonen überzeugen durch ihre große Bandbreite an Wuchsformen und Blütezeiten. Je nach Art zeigen sie ihre Blüten im Frühjahr, Sommer oder Herbst und lassen sich so gezielt in verschiedene Bereiche des Gartens einbinden. Auch ihre Standortansprüche reichen von sonnigen Plätzen bis hin zu halbschattigen oder schattigen Lagen und eröffnen Spielraum für vielfältige Möglichkeiten in der Gartengestaltung.

Herkunft und Artenvielfalt

Anemonen sind in vielen Regionen der Welt verbreitet. Die meisten Arten stammen von der nördlichen Halbkugel, vor allem aus Asien, Nordamerika und Europa. Dort wachsen sie häufig in Wäldern, an Gehölzrändern oder auf offenen, halbschattigen Flächen. Auch hierzulande wächst mit dem Buschwindröschen, Anemone nemorosa, eine heimische Art, die im Frühjahr vielerorts ganze Waldböden überzieht. Die Gattung Anemone umfasst mit rund 150 Arten zahlreiche unterschiedliche Wuchsformen und Blütezeiten und zählt damit zu den vielseitig einsetzbaren Stauden für den Garten.

Anemonen im Garten – Blütezeiten und Verwendung

Anemonen lassen sich im Garten über viele Monate hinweg einsetzen. Je nach Art blühen sie im zeitigen Frühjahr, im Sommer oder bis in die spätere Gartensaison hinein. Eine besonders bekannte Gruppe sind die Herbst-Anemonen, die die Blütezeit bis in den Spätsommer und Herbst verlängern, wenn viele andere Stauden bereits verblüht sind. Dadurch können Anemonen gezielt so kombiniert werden, dass vom ersten Frühjahrsflor bis in die späten Monate hinein immer wieder neue Blüten erscheinen.

Im Garten finden Anemonen vielfältige Verwendung: niedrig wachsende Arten eignen sich gut für naturnahe Pflanzungen, unter Gehölzen oder an halbschattigen Standorten, während höher wachsende Arten klassische Staudenbeete bereichern. Besonders im Übergang zwischen offenen Flächen und Gehölzen spielen sie ihre Stärken aus und lassen sich gut mit anderen Stauden kombinieren.

Pflege und Standort

Anemonen stellen je nach Art unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort. Viele bevorzugen einen lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, ohne Staunässe zu bilden. Während einige Arten sonnige Plätze gut vertragen, gedeihen andere besonders zuverlässig in halbschattigen oder schattigen Bereichen, etwa unter Gehölzen oder an geschützten Beeträndern.

Ein Großteil der Anemonen ist winterhart und im Garten unkompliziert zu pflegen. Abgestorbene Pflanzenteile werden bodennah zurückgeschnitten; bei herbstblühenden Anemonen empfiehlt sich der Rückschnitt im Frühjahr, da das alte Laub die Pflanzen über den Winter schützt. In den ersten ein bis zwei Standjahren ist ein leichter Winterschutz aus Laub oder Reisig zu empfehlen, bis sich die Pflanzen gut etabliert haben.

Anemonen pflanzen – so gehst du vor

Wer Anemonen pflanzen möchte, setzt die Knollen in der Regel im Herbst. Sie kommen in einen gut vorbereiteten, lockeren Boden und werden etwa fünf Zentimeter tief eingesetzt. Statt jede Knolle einzeln zu pflanzen, hat es sich bewährt, mehrere Exemplare gemeinsam in kleinen Gruppen von etwa fünf bis acht Knollen zu setzen. So entstehen später harmonische Blütenbilder im Beet.

Vor dem Pflanzen können die Knollen über Nacht in Wasser eingeweicht werden, um das Anwachsen zu erleichtern. Nach dem Einsetzen werden sie mit Erde bedeckt und gut angegossen. In den folgenden Wochen sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, bis sich die Pflanzen etabliert haben.

So sorgen Anemonen mit vergleichsweise wenig Aufwand über viele Jahre hinweg für lebendige Blütenakzente im Garten.

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